ICH, der giftzwergMÄÄN, habe auch DICH im Auge! Eigentlich UNS alle.
Mein giftiger Stinkefinger ist die boshafte Kolumne/auch Satire, zuverlässig "politisch inkorrekt" *
- ein Ventil zum Alltäglichen in unserer Zeit u. Welt. Und natürlich bin ich, wie jeder andere auch, in letzter Konsequenz mitunter widersprüchlich. Das ist unumgänglich - niemand ist frei davon!
Es geht hier nicht in erster Linie um die ganz großen Themen der Zeit/Probleme der Menschheit - die tagtäglichen Ärgernisse sind es, die bei mir nach einem Regulativ schreien – Berichte aus einer oft schon recht madigen Welt.
Gut, ich könnte es abperlen lassen, cool darüber stehen, den "Geht-Mich-Nix-An" mimen, man kann es zeitgemäß optisch und akustisch verdrängen, damit es einen nicht krank macht – Ohrstöpsel, Glotze, die heute gängigen Ablenkungen also. Oder hier, mein Versuch: Einfach mal auskotzen - mich ohne Bedenken und bangevolle Rücksicht freimachen - für das eigene Dasein eine Schadensbegrenzung vornehmen - nach dem Motto "Alles muß raus!" Das kann sooo gut tun, mir behagt das letztlich.

Aussprüche, die mir hierbei helfen:
"Das ist der ganze Jammer: die Dummen sind so sicher und die Gescheiten voller Zweifel."
(Bertrand Russell)
Ich sage: gehen wir hin und zweifeln alles an, Grund genug besteht!
"Satire darf alles" meinte Tucholsky's Kurtchen.
Das hatte ich lange Zeit bezweifelt, unter Vorbehalt gesehen, aber jetzt sage ich:
Gut, der Mann!

*political correctness ... soll ein Fremdwort bleiben


Samstag, 3. Juni 2017

Das Höschen

Das Höschen
(eine ganz alte Anekdote)
Jeder hat ja so seine unvergeßlichen Anekdoten aus dem wirklich wahren Leben. Diese hier erzähle ich besonders gerne, weil ich finde, ich komme prima darin weg!
Das muß so Mitte der achtziger Jahre (also 1980er, meine Güte – was glauben Sie denn, wie alt ich bin???) gewesen sein. Vorausschicken muß ich, daß ich nicht gut wegwerfen kann, alles ist, wenn noch nicht total hinüber, immer noch für etwas gut – also, finde ich.
Meine Frau hatte Wäsche aussortiert, da wurde ich dann immer noch fündig. Gerade rund ums Auto kann man nicht genug Lappen haben, meine Meinung. Jedenfalls war auch ein Frottee-Höschen dabei, Bündchen nicht mehr einwandfrei, auch an einem Bein leicht der Saum aufgeribbelt. Gut und schön, für die Fenster noch brauchbar. Meine Frau war nach guter alter Art noch von der Einstellung beseelt, man könnte ja auf einmal ins Krankenhaus kommen…
Szenenwechsel. Nach längerer Zeit war die Autoinspektion fällig – die Zulassung ins Handschuhfach, wie immer. Jetzt genießt man ja bei den Herren Schraubern als Verwaltungsbeamter nicht gerade ein respektvolles Ansehen. Aber siehe da, ich komme den Wagen abholen, nach dem Büro gehe ich in den Werkstatthof, freundliche laute Grüße, herzliches Lächeln – was war nur los???
Ich stieg in meinen Wagen – und da wurde ich es gewahr: auf dem Beifahrersitz war das Höschen meiner Frau liebevoll drapiert …es muß wohl aus dem Handschuhfach gefallen sein, als man die Zulassung herausnahm. Zwei Monteure standen feixend und grinsend am Tor – der eine winkte sogar (der nahm irgendwie schon damals die Carglass-Reklame vorweg). Sei es drum, ich fuhr seitdem gerne zur Autowerkstatt, genoß ich doch auf einmal eine besondere Anerkennung.
Meine Frau hat auch bis zu ihrem Tode nichts davon erfahren. Es war irgendwie doch ein „Männer-Ding“. Nun ja, wenn ich ihr heute diese Geschichte am Grab vorlesen würde, ich glaube, sie würde sich sprichwörtlich darin umdrehen.

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